Irene Hinsch und Nina Sophie Hinsch

Anna-Elisabeth Uhrich (1874-1943)

Geschrieben von Irene Hinsch aus Kellinghusen am .

Anna-Elisabeth wurde 1874 an der Wolga (Samara-Gebiet) geboren. In ihrer Ehe mit Gottfried Uhrich bekam sie 10 Kinder.


Leider sind keine Fotos von Anna-Elisabeth Uhrich (1874-1943) erhalten.
Leider sind keine Fotos von Anna-Elisabeth Uhrich (1874-1943) erhalten.

Deportiert, repatriiert oder repressiert von:
Friedenberg, Kreis Nowo-Usensk, Gebiet Samara, Russland

Deportiert, repatriiert oder repressiert nach:
Dorf Lwowka, Kreis Dschetygora, Gebiet Kustanai

Im Ersten Weltkrieg war ihr Mann bereits unter den Ersten Mobilisierten. Gottfried diente als Schütze der 11. Kompanie, des 2. sibirischen Schützenregimes an der Westfront gegen das Deutsche Heer. Er fiel „für den Zaren und das russische Vaterland“ am 21. November 1914 in Kämpfen um Lodsch. So wurde Anna-Elisabeth mit 40 Jahren zur Witwe. Zusammen mit ihren Kindern überlebte sie die Wirren der Revolution, den Bürgerkrieg, den Verlust der Wirtschaft in der Kollektivierung und den Hunger der 30er Jahre. Als die Nachricht der Deportation aller Deutschen das Dorf Friedenberg erreichte, wohnte die inzwischen 67-jährige Frau zusammen mit ihrer Tochter und Enkelin. Am 6. September 1941 wurde sie mit allen ihren Verwandten und Nachbarn als eine von angeblichen „Tausenden Spionen und Saboteuren“ im Viehwagon unter bewaffneter Aufsicht vom Militär in das unbekannte Kasachstan deportiert. Am 15.-16. September wurde die Familie von der Eisenbahnstation mit Pferdewagen ins Dorf Lwowka im Gebiet Kustanai gebracht und in einem Stall angesiedelt. Da die alte Frau nicht mehr als erwerbstätig galt, stand ihr auch keine Lebensmittelversorgung zu. Im Winter 1942/43 starb sie.






Irene Hinsch und Nina Sophie Hinsch

Leider sind keine Fotos von Anna-Elisabeth der Urgroßmutter von Irene erhalten.

Irene Hinsch und Nina Sophie Hinsch




Tauschen Sie sich über den Beitrag aus.